Wie damals….

April 5th, 2011

Ähm, hätte ich vorher gewusst, auf was ich mich da einlasse, dann hätte ich mir das wohl nochmal anders überlegt.

Kurze Erinnerung: Ich habe mich bereit erklärt, meinen Cousin bei einem Vortrag für die Schule zu unterstützen. Thema: Energie aus der Natur.

Ich gebe zu, die Sache hat seine Vor- und Nachteile. Einerseits ist das Thema sehr anstrengend, weil es ja wirklich die verschiedensten Möglichkeiten gibt, Energie aus der Natur zu gewinnen.  Andererseits ist es natürlich auch von Vorteil sich damit mal auseinander gesetzt zu haben – anlässlich der Naturkatastrophen in der ganzen Welt.

Und eines ist mir noch bewusst geworden: Ich bin froh, dass ich das nicht mehr tagtäglich machen muss…solche Vorträge

1. Punkt: Grobe Gliederung entwerfen (Welche Informationen soll der Vortrag enthalten?)

2. Punkt: zu den einzelnen Punkten Informationen sammeln, Gliederung verfeinern

3. Punkt: Vortrag sprachlich und anschaulich interessant gestalten

4. Punkt: Runden Schluss finden

Was der Vortrag enthalten sollte, darüber waren wir uns einig. Zudem haben wir uns einen Schwerpunkt ausgesucht, der auf Solaranlagen liegen sollte. Ich fand das aufgrund der aktuellen Ereignisse (besonders auch in der Politik) geeignet – gibt sicherlich Pluspunkte beim Lehrer! ;)

Deswegen berichte ich auch von diesem Tag mit meinem Cousin. Ich denke, das ist auch noch für andere von euch ganz interessant.

Also wir uns dem Thema Solaranlagen dann also genähert haben, war ich überrascht, dass es dort noch solche Unterschiede gibt. Solarthermie, Photovoltaik – und darunter auch noch diverse Unterschiede…Ich dachte immer, Solaranlage ist Solaranlage. Wieder was dazu gelernt!

Die besten Informationen zu Photovoltaik oder Solarthermie haben wir auf Fachseiten gefunden. Neben Kaufinformationen enthalten die meisten Seiten auch nützliche Informationen zum Thema. Manches für meinen Cousin schwer verständlich, musste ich dann natürlich in einfache Worte verfassen.

Letztendlich haben wir einen schönen Vortrag verfassen können und so gestaltet, dass es auch für die „Kleinen“ gut verständlich ist.

Ich habe auch einiges dazu gelernt: Photovoltaik – Stromerzeugung, Heizung und Warmwasser; Solarthermie – Gebäudebeheizung und Klimatisierung. Beide sind „Teilgebiete“ der Solaranlagen.

Ich denke das dürfte eine glatte 1 werden! :)

solar

Aufgeklärt!

March 22nd, 2011

Mmmhhh…die ganze Aufregung umsonst. Ich glaube meine Phantasie geht langsam mit mir durch. Nicht, dass ich irgendwann noch so etwas wie Verfolgungswahn bekomme…

Keine Toten in der Nachbarschaft, Ratten ja, aber das hatte einen anderen Grund. Ganz dicht war mein Nachbar nämlich wirklich nicht mehr. Ich hoffe, dass ich nie so werde und wenn ja, dann warnt mich rechtzeitig und tut etwas dagegen!

Dieser alte Mann scheint jedenfalls mächtig verwirrt zu sein und irgendwie tut er mir ja auch leid. Er hat niemanden mehr, der sich um ihn kümmert, aber vielleicht jetzt! Denn als es mir langsam zu bunt wurde, habe ich wirklich die Polizei gerufen und einen netten Hinweis gegeben, dass es bei mir im Haus bestialisch stinkt und ich mir schon meine Gedanken mache. Tatsächlich war die Wohnung des alten Mannes der Auslöser. messi

Man bezeichnet solche Menschen als “Messis”! Und ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie das bei dem in der Wohnung aussah. Als die Polizei dann endlich da war, kam der Graus ans Tageslicht. Ich habe sie mit zur Wohnung begleitet, konnte sie aber nicht betreten, da wurde mir schlecht. Der Mann lebte total zugemüllt auf 20 m². Überall leere Flaschen, Zeitungen, Schlimmel, Fliegen und Kot! Oh Gott!

Ich weiß gar nicht, wie sie es letztendlich vollbracht haben, aber der Mann lebt nun nicht mehr in diesem Haus, wahrscheinlich in einem Heim…und es stinkt endlich nicht mehr!

Neben stinkenden Wohnungen habe ich aber nun ganz andere Sorgen. Ich weiß nicht warum, aber ich habe mich bereit erklärt, meinem kleinen Cousin bei einem Vortrag für die Schule zu helfen. Es geht um Energie aus der Natur. Man…das ist schon eine Weile her, als ich sowas ausarbeiten musste. Mal sehen, vielleicht springt ja ein bisschen was für mich raus! ;) Also wer da schon ein paar Tipps hat, immer her damit!

Was mach ich nur?

December 3rd, 2010

Es stinkt. Es stinkt bestialisch! Fällt das denn niemandem außer mir auf? Vielleicht sind alle so wie ich – und warten, bis ein anderer was macht. Aber was soll man machen? Kann man da was machen? Wen informiert man überhaupt, wenn ein Nachbar tot ist? Oder man es glaubt… die Polizei anrufen? Dann klingeln die nachher bei dem und er lebt doch noch – “Hallo, wir haben von Ihrer Nachbarin einen Hinweis erhalten, dass Sie eventuell tot sind.”

Was, wenn der dann fragt, warum ich nicht einfach geklingelt hätte? Das trau ich mich nämlich nicht. Der Alte ist irgendwie gruselig. Ich finde alte Menschen immer irgendwie gruselig. Und ein wenig eklig. Vor allem, wenn die so komisch riechen…und so seltsame Sachen sagen wie mein Nachbar. Einmal meinte er, wir würden hier wohl in einem Rattenloch wohnen, er hätte so viele Ratten in der Wohnung. Ich weiß ja nicht, was der macht….vielleicht ist er ja auch wirklich tot und irgendwann findet den keiner mehr, weil er aufgefressen wurde. Wie eklig! Dem Vermieter soll das wohl egal sein, was der Alte treibt – hab ich letztens beim Hochgehen von Nachbarn gehört, die sich unterhalten haben. Ich bin nämlich sehr neugierig. Aber sehr schüchtern. Also belausche ich das eine oder andere Gespräch. Da gibt es meist eine Menge interessante Sachen zu erfahren. Ich finde es eigentlich recht schade, dass ich in einem so gut isoliertem Haus wohne, dass ich kaum etwas von meinen Nachbarn mitbekomme. Eigentlich wüsste ich gern, wer neben mir wohnt. Aber wenn ich jemanden im Haus sehe, sind die immer nur zu Besuch bei meinen Nachbarn – die grüßen nämlich nie.

Was mache ich nun mit dem stinkenden eventuell toten Nachbar? Ich werde mal noch ein wenig abwarten. Wenn ich nächsten Montag immer noch nichts von dem sehe, rufe ich mal bei der Polizei an…anonym natürlich.

Das geht mich doch nichts an. Oder?

November 30th, 2010

Nun bin ich hier. Und doch ist es nicht das, was mich glücklich macht. Denn mich mach nichts glücklich. Immer bleibt dieses Gefühl: die Sehnsucht. Wonach? Ich weiß es nicht – vielleicht werde ich es nie wissen… immerhin bleibt mir die Vorfreude – worauf auch immer.

Kennt ihr das auch? Dieses Gefühl einer gewissen Erhabenheit? Und doch ist dort die Gewissheit, dass wir alle allein sind. Kein Mensch kennt den anderen. Jeder ist sich selbst der nächste. Manchmal frage ich mich, ob es nicht einfach dämlich war, das christliche Gebot “Liebe deinen Nächsten” zu formulieren oder gar als wünschenswert zu errachten. Nein: eigentlich weiß ich es – es WAR dämlich!  Wer bitte liebt denn seinen Nächsten? Wenn ich mir allein das Haus ansehe, in dem ich wohne – gut, da muss ich wohl etwas ausholen: Ich wohne in Berlin. Hinterhaus. Zirka 20 Mietparteien, überschlagen macht das: 40 Menschen, die mir näher sind als 20 Meter. Und doch schert es niemanden, was ich mache. Ob ich weine oder lache. Ob ich lebe oder ob ich sterbe oder gar bereits gestorben bin.  Ich selbst habe keine Ahnung, wer neben mir wohnt – drei Meter von mir entfernt. Ob er alt ist oder jung. Fröhlich oder traurig.

In den letzten Wochen fiel mir ein unangenehmer Geruch im Treppenhaus auf. Anfangs dachte ich mir: Da hat wohl jemand eine Vorliebe für ausgefallene Speisen. Doch nun, nach mittlerweile 4 Wochen, wird der Geruch immer stärker. Ekliger. Beißender. Unerträglich. Ich habe meine Mutter angerufen – sie ist Krankenschwester – und gefragt, wie Leichen riechen, denn nach längerem Nachdenken, fiel mir ein, dass ganz unten ein älterer Herr wohnt, der dem menschlichen Verfallsdatum immer näher rückt. Die Schilderung des Geruchs passte sehr zu dem, den ich aus dem Treppenhaus kannte: Eklig. Beißend. Unterträglich. Und was nun?

Das geht mich doch nichts an. Oder?